Rassestandard
Geschichte und Herkunft:
Der Border Collie stammt aus der Border-Region, einem Grenzgebiet zwischen Schottland und England. Im 18. Jahrhundert kamen sie mit großen Schafsherden aus dieser Grenzregion. Die Schafe leben halb wild und nehmen viel Weideplatz in Anspruch. Der Border Collie hat wohl das vielseitigste Einsatzgebiet aller Hunde. Er muss perfekt in Unterordnung sein, das heißt auf kilometerweite Entfernung per Pfiff vom Schäfer dirigiert, muss er einzelne oder mehrere Schafe ihres Weges leiten. Ebenso wird vom Border Collie
selbstständiges Handeln verlangt, dort wo der Schäfer ihm nicht hilfreich zur Seite stehen kann. Hund und Hundeführer müssen ein eingespieltes Team sein, sonst funktioniert die Arbeit nicht. Da Hüteverhalten auf Jagdinstinkt beruht, muss dies bei der Zucht unbedingt beachtet werden. Der Hund treibt die Herde aufeinander zu indem er einen großen Bogen um sie läuft, sondert einzelne Tiere aus und fixiert sie mit einem starren Blick. Letzter Schritt wäre nun sie zu töten, aber dies ist unerwünscht und muss
durch die richtige Zucht unterdrückt werden. Das Hüteverhalten ist angeboren. Hat ein Border Collie Hetztrieb so ist er als Hütehund wertlos, denn dann würde er Schafe reißen und als Familienhund könnte man dann seinen Trieb zum wildern nicht mehr bändigen. Ebenso sinnlos ist es dem Border Collie als Familienhund mal kurz an einer Herde arbeiten zulassen, nur um mal zusehen wie das aussieht. Zwar zeigt er dann seine angeborenen Instinkte, aber um sinnvoll an der Herde arbeiten zu können muss der Border
Collie eine gründliche Ausbildung absolviert haben. Border Collies werden nach Leistung und Gesundheit gezüchtet und sind im Zuchtbuch der International Sheepdog Society eingetragen. Seit 1976 ist der Border Collie als Rasse anerkannt und wird in zwei Clubs aufgeteilt. Die Schäfer lassen ihre Arbeitshunde im ISDS und alle anderen im Kennel Club eintragen.
Ursprungsland: Großbritannien
Allgemeines Erscheinungsbild:
Die allgemeine Erscheinung soll die eines gut proportionierten Hundes sein, wobei die geschmeidigen Außenlinien Qualität, Anmut und vollkommene Harmonie in Verbindung mit genügend Substanz zeigen, wodurch der Eindruck entsteht, dass der Hund zu ausdauernder Leistung fähig ist. Jegliche Tendenz zu Plumpheit oder Schwäche ist unerwünscht.
Wichtige Maßverhältnisse:
Oberkopf und Nasenrücken sollen etwa gleich lang sein. Der Körper soll im Vergleich zur Schulterhöhe etwas länger sein.
Verhalten und Charakter:
Aufgeweckt, aufmerksam, führig und intelligent, weder nervös noch aggressiv.
Kopf - Oberkopf:
Schädel ziemlich breit, Hinterhaupthöcker nicht ausgeprägt. Stop: sehr ausgeprägt.
Gesichtsschädel:
- Nase: Schwarz, außer bei braunen oder schokoladefarbenen Hunden, wo sie braun sein darf. Bei blauen Hunden sollte sie schieferfarben sein. Nasenlöcher gut entwickelt.
- Schnauze: Fang, sich zur Nase hin verjüngend, mäßig kurz und kräftig.
- Backen: Weder voll noch abgerundet.
- Zähne und Kiefer: Kräftig, mit einem perfekten, regelmäßigen und vollständigem Scherengebiss, d.h. ein Gebiss, bei dem die Schneidezähne des Oberkiefers knapp über die Schneidezähne des Unterkiefers greifen, wobei sie senkrecht zum Kiefer gestellt sind.
- Augen: Weit auseinander stehend, oval, von mittlerer Größe und braun, außer bei Blue Merles, wo ein Auge oder beide teilweise oder ganz blau sein dürfen. Ausdruck sanft, aufgeweckt, aufmerksam und intelligent. Die Augenfarbe sollte der Farbe des Fells angepasst sein.
- Ohren: Von mittlerer Größe und Textur, weit auseinander stehend, aufrecht oder halb aufrecht getragen, ausdrucksvoll beweglich. Die Ohren sollten am Kopf hoch angesetzt sein.
- Hals: Von guter Länge, kräftig und muskulös, leicht gewölbt, zu den Schultern hin breiter werdend.
Körper:
Körper von athletischem Aussehen.
Brust: Tief und ziemlich breit. Rippen gut gewölbt.
Lenden: Muskulös, aber nicht aufgezogen.
Kruppe: Breit und muskulös, von der Seite her gesehen anmutig zum Rutenansatz hin verlaufend.
Rute:
Mäßig lang, mit ihrem letzten Wirbel mindestens bis zum Sprunggelenk reichend, tief angesetzt, gut behaart, mit einem Aufwärtsschwung am Ende, der die anmutige Außenlinie und Harmonie des Hundes abrundet. Im Erregungszustand kann die Rute höher, aber nie über dem Rücken getragen werden.
Gliedmaßen:
- Vorderhand: Vorderläufe von vorne her gesehen parallel, Fesseln von der Seite betrachtet leicht schräggestellt. Knochen kräftig aber nicht grob. Schultern gut zurückgelegt, Ellenbogen dicht am Körper anliegend. Pfoten: Pfoten oval, Ballen gut gepolstert, kräftig und gesund, Zehen gewölbt, eng aneinander liegend, Krallen kurz und kräftig.
- Hinterhand: Oberschenkel lang, kräftig und muskulös, mit gut gewinkelten Kniegelenken und kräftigen tiefliegenden Sprunggelenken. Vom Sprunggelenk bis zum Boden starker Knochenbau. Hinterbeine von hinten gesehen parallel.
Gangwerk:
Die Bewegung soll frei, fließend und unermüdlich sein, wobei die Pfoten möglichst wenig abgehoben werden, damit sich der Hund schleichend und mit großer Geschwindigkeit bewegen kann.
Haarkleid:
Beschaffenheit des Haares: Zwei Fellvarietäten sind anerkannt, eine mäßig lange und eine stockhaarige. Bei beiden Varietäten ist das Deckhaar dicht und von mittlerer Textur, Unterwolle weich und dicht, was dem Border Collie einen wetterfesten Schutz verleiht. Bei der mäßig langen Fellvarietät bildet das reichliche Haarkleid Mähne, Hosen und Fahne. An Gesicht, Ohren, Vorderläufen (ausgenommen Federn) und Hinterläufen vom Sprunggelenk bis zum Boden soll das Haar kurz und glatt sein.
Farbe:
Eine Vielfalt von Farben ist erlaubt, wobei weiß nie vorherrschen soll.
Hier eine kleine Auswahl an Farben:
Schwarz-weiß
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Tricolour
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Rot-weiß
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Red-merle

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Blau-weiß
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Blue-merle
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Lilac-weiß
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Lilac-merle
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Rot-tan
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Blau-tan

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Red-merle with tan
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Blue-merle with tan
Foto gesucht
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Seal-weiß
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Zobel-weiß
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Darksable
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Australian Red
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Größe und Gewicht:
Idealhöhe: Rüden 53cm, Hündinnen etwas weniger.
Hoden:
Rüden müssen zwei äußerlich normale, gut in den Hodensack abgestiegene Hodenaufweisen.
Fehler:
Jede Abweichung von den genannten Punkten soll als Fehler angesehen werden, wobei deren Gewichtung der Schwere des Fehlers Rechung tragen soll.
Vielen lieben Dank an die Besitzer der Hunde für die Veröffentlichung der Bilder:
Schwarz-weiß: Benito vom Augustiner Kloster (Besitzer Jürgen Meinecke)
Tricolor: "Devon" - On my Own More than Words can say (Besitzerin Nadine Döpker)
Rot-weiß: Erin a leader from the tyre-stamp (Besitzerin Jenny Behm)
Red-merle: Tal-y-Lynn Amazing Bakita (Besitzerin Laura Hoven)
Blau-weiß: Illusion in Blue of Borders Cottage (Besitzerin Tanja Gerhard)
Blue-merle with tan: A Little Piece of Heaven (Besitzerin Anna Grindstaff)
Lilac-weiß: Einstein from Paradise Falls (Besitzerin Jenny Behm)
Lilac-tricolor: It´s my Dream of United Colors of BC (Besitzerin Tanja Gerhard)
Red-merle with tan: Nice of You to Come Bye Fast Forward (Besitzerin Jenny Behm)
Rot-tan: Diva Plava Laguna vom Augustiner Kloster (Besitzerin Jasmin Wagnern)
Blau-tan: Grace of Angels Ajuna blue (Besitzerin Petra Wester)
Seal-weiß: Kuhaylan's Oz-Lord O' The Emeralds-Q (Besitzerin Christina Weinfurtner & Tatjana Lindemann)
Zobel: Chill Out vom Augustiner Kloster (Besitzerin Daniela Binnes)
Darksable: Olympia of Magic Borders (Besitzerin Kerstin Schmölz)
Australian Red: Ironman of Maranns Home (Besitzerin Tanja Gerhard)
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